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»Kraftschie« verhandelt am Rhein selbstbewusst

Kraft und Matschie: Zwei SPD-Landesgrößen, drei Gemeinsamkeiten

  • Von Marcus Meier, Köln
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Geschichte wiederholt sich stets als Farce: Die NRW-SPD könnte ohne Not als Juniorpartnerin in einer großen Koalition landen. Wie die Thüringer Genossen. Auch in einer CDU/SPD-Regierung will SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft Ministerpräsidentin werden – zumindest derzeit noch.

Sie hat das schlechteste Landtagswahl-Ergebnis der NRW-SPD seit 1954 eingefahren. Doch Hannelore Kraft geht mit großem Selbstbewusstsein in die Koalitionsverhandlungen: Die Spitzenkandidatin sowie Partei- und Fraktionsvorsitzende der NRW-SPD will unbedingt Ministerpräsidentin werden. Notfalls auch in einer Großen Koalition mit der CDU. Doch es gibt da ein kleines Problem: Zwar verlor die CDU über zehn Prozent Wählerzustimmung, sie blieb aber stärkste Partei. Die Konservativen liegen einen Tuck vor der SPD.

Nach altem parlamentarischen Brauch stellt aber der stärkere Koalitionspartner den Regierungschef. Kraft ist nicht die erste SPD-Landesgröße, die diese Regel in Frage stellt: Nach der Thüringer Landtagswahl 2009 wollte Christoph Matschie nur dann über Rot-Rot verhandeln, wenn ihm das Amt des Ministerpräsidenten angetragen worden wäre. Dabei war die Thüringen-SPD nur drittstärkste Partei: Nicht nur die LINKE, sondern auch die CDU erfu...


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