Dierk Hirschel 15.05.2010 / Kolumnen
Gastkolumne

Europa spart sich kaputt

Der DGB-Chefökonom ist gegen Bestrebungen, Südeuropäer zu schwäbischen Hausfrauen umzuerziehen.

Merkel, Sarkozy und Juncker haben den Spekulanten den Krieg erklärt. Ein 750-Milliarden-Euro- Schutzschirm soll die gemeinsame Währung retten. Mit neuen Krediten, Eurobonds und dem Aufkauf von Staatsanleihen kämpfen die Euroretter gegen die vereinten Zocker dieser Welt. Das ist gut so. Schlecht ist, dass die Finanzmärkte das Euroland überhaupt in Geiselhaft nehmen konnten. Investmentbanken und Hedge-Fonds wetteten monatelang mit Kreditderivaten auf die Pleite kriselnder Euroländer. Rating-Agenturen, die noch kürzlich Schrottpapieren Bestnoten gaben, orakelten über die Zukunft demokratischer Staaten. Die Politik sah tatenlos zu. Deshalb mussten Athen, Madrid und Lissabon für frische Kredite Wucherzinsen zahlen. Der Staatsbankrott drohte zur sich selbst erfüllenden Prophezeiung zu werden.

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