Ein bisschen Sozialutopie

Obwohl der FC St. Pauli in die Bundesliga aufsteigt: Dass der 100. Geburtstag des Hamburger Stadtteilvereins ein großer Grund zum Feiern ist, liegt vor allem an seinen Fans

  • Von Folke Havekost
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Es dauerte keine Stunde nach dem Abpfiff in Fürth und dem quasi gesicherten Aufstieg, den hunderte Anhänger auf Leinwand im St. Pauli-Clubheim verfolgt hatten. »Hamburger Meister, wir werden Hamburger Meister«, schallte es auf ihrem Weg zur Reeperbahn. Ein Hinweis an den Hamburger SV, dass nach acht Jahren wieder Lokalderbys anstehen.

Imagewerbung mit Totenkopf-Fahne: Die Fans des FC St. Pauli haben entscheidenden Anteil daran, dass der Verein Sympathieträger ist. Dem Spannungsfeld zwischen Alternativszene und Fußballgeschäft müssen auch sie sich stellen. Fotos: Volker Stahl

Der FC St. Pauli pünktlich zu seinem 100. Geburtstag Mitte Mai wieder in der obersten Liga – ein Timing, das selbst Theaterbesitzer Corny Littmann nicht vorausahnen konnte. Im Frühjahr 2003, kurz nach seinem Antritt als Vereinspräsident, fehlten 1,95 Millionen Euro in der Kasse. Dem gerade in die dritte Liga abgestiegenen Klub drohte die Lizenzverweigerung und der weitere Absturz. Erst eine Retter-Kampagne mit T-Shirts und einem Benefizspiel gegen Bayern München sowie eine Bankbürgschaft brachten den Klub aus der größten Bredouille. Der FC St. Pauli rettete sich – und änderte sich.

Flugblätter gegen rechte Parolen

2003 war in dieser Hinsicht das gravierendste Jahr seit 1986, als ein neues, linkes Publikum – zum Teil aus den besetzten Hafenstraße-Häusern – die wenig besuchten Traversen des Millerntors enterte. Damals begann die Verwandlung des durchaus biederen Stadtteilvereins in das Gegenmodell zum etablierten ...

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