Israel hat den zivilen Ungehorsam im Visier

ND-Gespräch mit der Aktivistin Fanny-Michaela Reisin (Israel)

Prof. Fanny-Michaela Reisin ist Präsidentin der Internationalen Liga für Menschenrechte (ILM). 1946 im britischen Mandatsgebiet Palästina in Jerusalem geboren, ist die jüdische Israelin seit über 40 Jahren politisch gegen die Besatzung aktiv. Die ILM verlieh 2008 die Carl-von-Ossietzky-Medaille an das Bürgerkomitee des palästinensischen Dorfes Bil’in. Heute um 19 Uhr hält Reisin den Vortrag »Der gewaltfreie Widerstand in Bil`in im Visier der israelischen Sicherheitspolitik« im Berliner Haus der Demokratie und Menschenrechte. Mit ihr sprach Martin Lejeune.

Prof. Fanny-Michaela Reisin

ND: Wie kam es zum gewaltfreien Widerstand in Bil`in?
Reisin: Bil`in ist ein kleines palästinensisches Dorf, 25 km von Ramallah entfernt, das im Jahre 2004 mit dem Bau der Trennmauer durch Israel konfrontiert wurde, die mitten durch das Dorf ging und es von 60 Prozent seiner landwirtschaftlichen Flächen trennte. Ein großer Teil des annektierten Landes, wurde für den Bau der israelischen Siedlung Modi’in Iliit genutzt. Als der Bau der Mauer 2005 begann, beschloss die Dorfjugend, Widerstand zu leisten, bis die Mauer wieder weg ist das Dorf seine Ländereien zurückerhält. Sie gründeten das Bil’iner Dorfkomitee des gewaltfreien Widerstands.

Ihre Aktionen sind durch Ideenreichtum und Kreativität geprägt. Bil`in ist inzwischen vor allem international zu einem starken Symbol geworden. Zu deutlich ist allenthalben, dass die seitdem amtierenden israelischen Regierungen gegen internationales Recht verstoßen. Dafür zeichnen übrigens au...


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