Wohin mit der Kunst?

Lukrezia Jochimsen über Wandbilder aus DDR-Zeiten

ND: Die Fraktion der LINKEN im Bundestag setzt sich für den Erhalt von großflächigen Kunstwerken in der Tradition des sozialistischen Realismus in Ostdeutschland ein. Eine Arbeit von Walter Womacka in der Breiten Straße in Berlin konnte vor dem Abriss gerettet werden. Die Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) kümmert sich um den Abbau und die Lagerung des Werkes »Der Mensch, das Maß aller Dinge«. Ist das ein Erfolg?
Jochimsen: Das ist auf jeden Fall ein Teilerfolg. Es hätte gut passieren können, dass das Gebäude aus dem Bundesbesitz klammheimlich abgerissen worden wäre. Denn es gibt eine bewusst schlampige Haltung gegenüber bedeutenden Kunst- und Geschichtswerken der DDR.

Auch die Wandarbeit von Ronald Paris »Lob des Kommunismus« im ehemaligen Zentralamt für Statistik in der Otto-Braun-Straße droht die Zerstörung. Was passiert damit?
Das weiß noch niemand, ob das gerettet werden kann. Am ...

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