Fragwürdig

Reicht das zum Leben?

Andreas Kalbitz über willkürlich festgelegte Hartz-IV-Regelsätze für Kinder / Kalbitz ist Referent beim Bundesverband des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB)

ND: Sie waren dieser Tage als Sachverständiger zu einer Bundestags-Anhörung zum Thema Hartz IV geladen. Derzeit erhält ein zwölfjähriges Kind aus einem Hartz-IV-Haushalt einen monatlichen Regelsatz von 251 Euro. Was sagen Sie als Experte, reicht das zum Leben?
Kalbitz: Das reicht unseres Erachtens nicht. Wie das Bundesverfassungsgericht ja auch festgestellt hat, ist vor allem die Herleitung dieses Betrages nicht korrekt. Wenn man pauschal vom Erwachsenen-Regelsatz einen Prozentsatz festsetzt, dann bleiben kindspezifische Bedarfe unberücksichtigt. Bei genauerer Betrachtung der einzelnen Positionen, aus denen sich der Regelsatz zusammensetzt, zeigt sich, dass auch diese Einzelbeträge nicht ausreichend sind. So bleiben etwa 3 Euro pro Tag, um für das Kind eine gesunde Ernährung zu finanzieren. Untersuchungen belegen aber, dass eine gesunde Ernährung bei 3 Euro am Tag nicht gewährleistet ist.

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: