Hände hoch! – Gott schütze euch

Schmerzen, Schnulzen und das Sterben in Afghanistan

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

In Afghanistan sind bislang 43 deutsche Soldaten getötet worden. Töten oder getötet werden – so ist das im Krieg. Wohl jeder, der ohne geistigen Defekt in den Krieg zieht, hofft, beides möge ihm erspart bleiben. Das hoffen auch Frauen, Kinder, Freundinnen, Eltern, Verwandte.

Seit über zehn Jahren führt Deutschland wieder Kriege. Man kann Soldaten auf vieles vorbereiten. Die Realität ist schlimmer. Ute Susanne Werner hat für ihr gerade bei »Fackelträger« erschienenes Buch »Ich krieg mich nicht mehr unter Kontrolle« Heimkehrer befragt. Sie alle sind verwundet, kamen mit amputierten Seelen zurück.

Nach Angaben der Bundeswehr sind in den vergangenen 14 Jahren bei Auslandseinsätzen 1500 Soldaten an PTBS, also an posttraumatischen Belastungsstörungen erkrankt; allein im letzten Jahr haben sich 477 in Behandlung begeben. Die Zahl verharmlost die Realität. Doch was ist mit denen, die daheim bangen, die in Deutschland vor Sorge krank werden? Wer zählt jene, die sich von ihrem Partner immer weiter entfernen, um nicht sich selbst aufgeben zu müssen? Wer kümmert sich um die?

Die Bundeswehr-Einheiten, die Soldaten in den Krieg entsenden, bilden in der Regel Betreuungsteams. Schreibstuben-Gefreite kochen Kaffee und sitz...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.