Aert van Riel 25.05.2010 / Politik

Viel Folklore und ein Hauch von Politik

Der Karneval der Kulturen tanzte zum 15. Mal durch die Kreuzberger Straßen / Bunte Kostüme sowie traditionelle Musik beim großen Karnevalsumzug in Berlin

Den meisten Besuchern und Teilnehmern geht es beim Karneval der Kulturen vor allem ums Feiern, Tanzen und Trinken. Doch vereinzelt gibt es auch Gruppen, die hier ihre Kritik an sozialen Missständen künstlerisch umsetzen.

Musiker und Tänzer aus allen Erdteilen waren beim Karnevalsumzug am Pfingstsonntag in Berlin-Kreuzberg vertreten. Die polnische Formation »Via Sudetica« (oben) gewann den dritten Preis für die beste Gesamtformation.

Aus der einen Richtung dröhnt kroatische Volksmusik, aus der anderen brasilianischer Samba. Unheimliche bucklige Hexen mit langen, krummen Fingern und verzerrten Gesichtern sowie Wikinger mit Hörnerhelmen und Holzschwertern huschen an den dicht gedrängten Schaulustigen – Menschen jeglichen Alters und Familien, die in Berlin-Kreuzberg die Straßen säumen – vorbei. Nicht wie andernorts im November, sondern mitten im Mai hat in Berlin die Karnevalszeit begonnen. Und weil die Bundeshauptstadt schon seit langem eine multikulturelle Metropole ist, sind hier Karnevalstraditionen aus den unterschiedlichsten Ländern beim Karneval der Kulturen vereint.

Aber es geht an diesem warmen und meist sonnigen Pfingstsonntag nicht nur ums Tanzen, Trinken und Feiern. Projektleiterin Nadja Mau betont immer wieder, dass der Karneval der Kulturen auch politisch zu verstehen ist. Das hatte bei den bisherigen Karnevalsumzügen unter anderem auch die G...

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