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Korea-Halbinsel unter Spannung

Pjöngjang versetzte seine Streitkräfte angeblich in Kampfbereitschaft

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Im Konflikt um die Versenkung eines südkoreanischen Kriegsschiffes hat Nordkorea nach Angaben von Überläufern seine Streitkräfte in Kampfbereitschaft versetzt.

Pjöngjang/Seoul (dpa/ND). Nordkoreas Staatschef Kim Jong Il habe den entsprechenden Befehl bereits in der vergangenen Woche erteilt, berichtete die in Seoul ansässige Gruppe Solidarität Nordkoreanischer Intellektueller am Dienstag unter Berufung auf Informanten in Nordkorea. Damit habe Kim auf einen Untersuchungsbericht in Südkorea reagiert, wonach die Korvette »Cheonan« Ende März bei einem Torpedoangriff durch Nordkorea versenkt wurde.    

Kim wolle keinen Krieg, doch sei sein Land bereit, jeden Angriff des Südens zurückzuschlagen, habe es in einer im KDVR-Rundfunk verlesenen Erklärung geheißen. Unterdessen nahm das südkoreanische Militär wie angekündigt nach sechsjähriger Unterbrechung wieder anti-nordkoreanische Propagandasendungen auf. Das Radioprogramm mit Nachrichten und westlicher Musik wird unter dem Titel »Stimme der Freiheit« ausgestrahlt. In den kommenden Wochen sollen auch wieder Lautsprecher an der Grenze aufgebaut werden, um die KDVR-Seite mit Propaganda zu beschallen.

Als Reaktion auf den Torpedoangriff planen Südkorea und die USA zwei gemeinsame Seemanöver. Das berichtete das US-Verteidigungsministerium. »Angesichts dieses besonderen Vorfalls sind diese beide Aktionen wichtig, um unser starkes Fundament der Zusammenarbeit und Abschreckung auszubauen«, so Pentagon-Sprecher Bryan Whitman. Er nannte keine Details, wann die Manöver stattfinden oder wie viele Schiffe und Soldaten daran beteiligt sein werden. Bei den Übungen solle es vor allem darum gehen, U-Boote aufzuspüren und abzuwehren.

»Die Weltöffentlichkeit muss auf die Korea-Krise reagieren, Druck auf beide Seiten ausüben und sie zur Mäßigung auffordern, damit es nicht zur Katastrophe kommt«, forderte Wolfgang Gehrcke, außenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE. »Der Untergang des südkoreanischen Kriegsschiffes muss sofort durch eine unabhängige internationale Kommission untersucht werden. Hier sind sowohl die Garantiemächte des Waffenstillstandsvertrages von 1953 als auch die UNO gefordert. Darüber hinaus ist Japan gefordert, einen eigenen Beitrag zur Entspannung zu leisten.« Die zögerlichen humanitären Beziehungen zwischen den beiden koreanischen Staaten, so Gehrcke weiter, dürften jetzt nicht abgebrochen werden.

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