Systematische Vertuschung

Abschlussbericht: Mindestens 205 Missbrauchsfälle bei den Jesuiten

Der Missbrauchsskandal an Jesuiten-Einrichtungen hat deutlich größere Ausmaße, als bislang angenommen. Insgesamt gehe es um 205 Kinder und Jugendliche, die Opfer von sexuellem Missbrauch und Misshandlungen wurden, heißt es im am Donnerstag in München vorgestellten Abschlussbericht der vom Jesuitenorden beauftragten Rechtsanwältin Ursula Raue.

München (Agenturen/ND). Über Jahrzehnte hinweg hat der Jesuitenorden sexuellen Missbrauch und Gewalt gegen Kinder in seinen Einrichtungen systematisch vertuscht. Das geht aus dem Abschlussbericht hervor, den die Missbrauchsbeauftragte des Ordens, Ursula Raue, am Donnerstag vorstellte. Seit Bekanntwerden von Missbrauchsfällen am Berliner Jesuiten-Kolleg im Januar hätten sich 205 Opfer sexueller Gewalt beim Orden gemeldet, bestätigte die Berliner Rechtsanwältin.

Die Vorwürfe richteten sich gegen zwölf Patres, von denen bereits sechs verstorben seien, und zwei weltliche Mitarbeiter. Die Übergriffe hätten sich vor allem zwischen den 60er und 80er Jahren ereignet. Betroffen seien neben der Berliner Einrichtung die Schulen St. Ansgar (Hamburg), St. Blasien (Schwarzwald), das Aloisiuskolleg (Bonn) sowie die ehemalige Jesuiteneinrichtung Immaculata (Büren/Westfalen).

Laut Raue hatten die Schläge gegen die damaligen Schüler meist eine sexuelle Ko...

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