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Zu leben oder zu sterben?

Vor 100 Jahren: Ein Kalenderblatt für Rilke

In unserer Wochenendausgabe erinnerten wir an den 100. Jahrestag, da Rilkes »Malte Laurids Brigge« erschien. Zu dem berühmten Buch noch eine weitere feuilletonsitische Notiz von KLAUS BELLIN.

So, also hierher kommen die Leute, um zu leben, ich würde eher meinen, es stürbe sich hier.« Mit diesem Satz fängt es an, das Buch, mit dem in Deutschland die literarische Moderne einsetzt, das Werk eines Dichters, das fast sechs Jahre brauchte, um zu reifen, 1904 in Rom begonnen, im Januar 1910 einer Sekretärin in die Maschine diktiert und am 31. Mai 1910 im Insel-Verlag erschienen.

Das Buch, »Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge«, ist ein Wunder, schön, suggestiv, geheimnisvoll. Es geht all den Büchern voraus, die die Existenz des Menschen in der modernen Welt erkunden. Bei Rainer Maria Rilke ist es ein junger adliger Däne, ein Dichter, der in einem ärmlichen Pariser Zimmer aufschreibt, wie ihm die Stadt begegnet, wie er hofft, sich...


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