Apokalyptisches Szenario für BP

Konzern wird wegen des Öldesasters wohl die USA verlassen müssen

  • Von Gabriel Rath, London
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko wird auch für BP zum Desaster. Der Börsenkurs ist im Sinkflug, Firmenchef Tony Hayward wird früher oder später den Hut nehmen müssen und das Ansehen des Konzerns ist langfristig ruiniert.

BP-Chef Tony Hayward läuft langsam aber sicher die Zeit davon. »Mit Sicherheit werden wir das Problem lösen. Es ist nur eine Frage der Zeit«, hatte er Anfang Mai noch versichert. Doch sechs Wochen nach der Explosion auf der Bohrplattform »Deepwater Horizon« im Golf von Mexiko laufen weiter mindestens 5000 Barrel Öl pro Tag ins Meer. Nach dem Scheitern eines Abdichtungsversuchs am Wochenende erlitt die BP-Aktie massive Verluste: am Montag um fast 17 Prozent und am Dienstag um weitere 15 Prozent.

Mittlerweile droht die »größte Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA« (so die Energieberaterin des Weißen Hauses, Carol Browner) zu einer der größten Katastrophen in der Konzerngeschichte von BP zu werden. Mit fast einer Milliarde Dollar beziffert das Unternehmen die bisherigen Kosten, neben der Verschmutzung der Küste im Bundesstaat Louisiana mit tennisballgroßen Teerkugeln wird massives Sterben unter den Meereslebewesen befürchtet. »Dies...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.