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Färben wie im Mittelalter

Walnussschale macht braun, Brasilholz macht rot. In Quedlinburg wird nach alten Rezepten gearbeitet

  • Von Sabrina Gorges, dpa
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

David Seidlitz betreibt in der UNESCO-Welterbestadt Quedlinburg im Harz die Pflanzenfärberei »Rubia«. Seide und Schurwolle färbt er auf ganz natürliche Weise rot, gelb oder blau. Als Grundstoffe dienen Pflanzen, Hölzer oder Tiere.

Quedlinburg. David Seidlitz steht in seiner rustikalen »Kräuterküche«. Mit einem Holzstab rührt er in einem Eimer, in dem sich eine tiefrote Flüssigkeit befindet. Mit der Spitze des Stabs nimmt er vom Eimerboden feine Holzspäne auf. »Das ist Rotholz, auch Brasilholz genannt«, sagt der 34-Jährige. »Ich habe die feinen Holzspäne eingekocht und daraus einen Extrakt zum Färben hergestellt.«

Der gelernte Landschaftsbautechniker hat sich vor einem Jahr selbstständig gemacht. Dafür kam er aus seiner Wahlheimat Berlin zurück in seine Heimatstadt Quedlinburg. In einem aufwendig sanierten denkmalgeschützten Haus aus dem 14. Jahrhundert richtete er im Untergeschoss sein Atelier ein. »Ich möchte, dass die Leute mir bei der Arbeit zuschauen können«, sagt der Mann mit dem gezwirb...


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