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Ausland beschert deutschen Autofirmen Boom

Pkw-Absatz legte um 22 Prozent zu / Inlandsnachfrage deutlich unter Vorjahresniveau

Berlin (dpa/ND). Die deutschen Autobauer profitieren nach dem Ende der Abwrackprämie von einem kraftvollen Exportboom – der Heimatmarkt steckt aber weiter hartnäckig im Minus. Im Mai lag die Zahl der Pkw-Neuzulassungen im Inland mit 252 800 um 34 Prozent unter dem außergewöhnlich hohen Niveau des Vorjahresmonats, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Mittwoch in Berlin mitteilte. Die Exporte verbesserten sich dagegen erneut und schnellten um 46 Prozent auf 367 700 Personenwagen in die Höhe. Vor diesem Hintergrund stieg die Produktion in den deutschen Werken um zehn Prozent auf 470 100 Wagen.

»Die dynamische Entwicklung der Auslandsmärkte wirkt sich positiv auf die Inlandsproduktion aus und kompensiert den erwarteten Rückgang auf dem deutschen Markt«, sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann. Die positive Entwicklung auf den Weltmärkten verstetige sich. Dabei kämen wichtige Impulse vor allem aus China und den USA.

Insgesamt legten die Auftragseingänge aus dem Ausland den zehnten Monat in Folge zu und kamen im Mai auf ein Plus von 22 Prozent. Von Januar bis Mai stiegen die Ausfuhren um 49 Prozent auf 1,77 Millionen Personenwagen.

Im Inland habe sich die Normalisierung nach dem Wegfall der Abwrackprämie als Kaufanreiz für Neuwagen fortgesetzt, erläuterte der Branchenverband. Im Mai büßten ausländische Marken mit einem Minus von 43 Prozent stärker ein als deutsche Hersteller samt Konzernmarken mit minus 30 Prozent. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres summierte sich die Zahl der neu zugelassenen Pkw auf 1,18 Millionen (minus 28 Prozent).

Für das Gesamtjahr rechnet der VDA mit 2,75 bis drei Millionen Neuzulassungen, nachdem es 2009 einen Sprung auf 3,8 Millionen gegeben hatte.

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