Schweröl in den Fischereigründen

Im US-Bundesstaat Louisiana befürchtet man eine weitere Ausbreitung durch Stürme

  • Von Karin Zeitvogel (AFP), Belle Chasse
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Während der BP-Konzern auf neuem, riskantem Wege versucht, das leckende Ölbohrloch im Golf von Mexiko zu verschließen, hat das US-Justizministerium straf- und zivilrechtliche Ermittlungen gegen die Verantwortlichen für die Umweltkatastrophe einleiten lassen. Derweil sind erste Teerklumpen nun auch in den Bundesstaaten Mississippi und Alabama an Land gespült worden. In der am stärksten betroffenen Küstenregion Louisianas stehen alle Zeichen auf Sturm.

Während die Ölpest weite Teile der Küste verseucht, bereitet sich Louisiana auf die gefürchteten Hurrikane vor. Die »National Oceanic and Atmospheric Agency« (NOAA) rechnet mit drei bis sieben »bedeutenden« Hurrikanen in diesem Sommer. Befürchtet wird, dass ein heftiger Sturm das Öl aus dem Golf von Mexiko in das Mississippi-Delta und hinauf in die sensiblen Feuchtgebiete und Altwasserarme, die »Bayous«, treiben könnte.

Seit der Explosion der BP-Plattform »Deepwater Horizon« am 20. April haben sich Schätzungen zufolge bereits mindestens 76 000 Tonnen Öl in den Golf von Mexiko ergossen. Bisher scheiterten alle Versuche, das Leck zu versiegeln. Experten befürchten, dass das Schweröl in 1500 Meter Tiefe noch monatelang weiter austreten könnte. Kürzlich begonnene Entlastungsbohrungen sollen bis mindestens August dauern.

Das Marschland des Mississippi-Deltas wurde bereits von dickem, schwarzen Rohöl überschwemmt. Auch rötliche, schwamm...


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