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  • Kultur
  • Reportage - Venezuela

Ein Hauch von Ewigkeit

Flussexpedition in unbekanntes Terrain an der Grenze zwischen Venezuela und Guyana. Das Ziel heißt »El Terror« – ein Name, der Schlimmes verheißt

  • Von Ingolf Bruckner
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.
Am Ufer des Río Cuyubini, vor dem Shop von Bruce Small
Auf einer alten Karte der Grenzregion von British Guiana – heute Guyana – und Venezuela hatte ich einen bizarren Namen gelesen: El Terror. Schreckensbilder schossen mir durch den Kopf. Auf neueren Karten tauchte der Name indes nicht mehr auf. El Terror schien getilgt aus dem Gedächtnis der Kartografen.

Nun aber fand ich mich auf der Weite des Orinoco wieder, in einem Holzboot guyanischer Bauart mit zwei Außenbordmotoren. Das Ziel: El Terror! Neben mir saß D., meine Verlobte, eine Hindu, deren Eltern 1983 vor der wirtschaftlichen Not ihrer Heimat Guyana in das Labyrinth des Orinocodeltas geflohen waren, um ein neues Leben zu beginnen, mit neuen Namen, neuen Ausweisen, neuem Geld und mit dem Segen Lakshmi Matas, der Göttin des Glücks und des Wohlstands.

Die Familie trieb Handel mit dem Volk der Warao, die ihre Pfahlbauten weitab errichtet haben – was sie jahrhundertelang vor dem Terror sowohl weißer Entdecker als auch...




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