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Schmeichler Netanjahu

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E in deutscher Bundeskanzler äußerte einst, nachdem ihn die öffentliche Meinung deutlich abgestraft hatte, in für ihn ungewohnter Demut: »Wir haben verstanden.« Ähnlich, scheinbar einsichtig, zeigte sich am Wochenende sein israelischer Amtskollege Netanjahu. Diesmal ließ er das Gaza-Hilfsschiff nicht im Morgengrauen von um sich schießenden Elitetruppen entern, sondern am hellen Tag und ohne Waffeneinsatz. Hatte Netanjahu die Besatzung der »Mavi Marmara« vorige Woche noch als »Hassaktivisten« bezeichnet, so schmeichelte er den Leuten von der »Rachel Corrie« gestern, sie seien wahre »Friedensaktivisten«.

Ja, Netanjahu hat verstanden. Er hat zur Kenntnis nehmen müssen, dass selbst die engsten Partner mit seiner Rambo-Politik nicht in Verbindung gebracht werden wollen. Es ist selbst dem Weißen Haus und Downing Street Nr. 10 einfach eine politische Unverfrorenheit zu viel gewesen, obwohl sie vermutlich sogar akzeptieren, dass Israels Regierung in der Sache selbst, also der Blockade, keinen Millimeter weichen will.

Netanjahu verweigert weiter eine neutrale Untersuchung des Schiffsüberfalls, will auch künftig selbstherrlich entscheiden, was Gazas Bevölkerung an zivilen Waren bekommt und nicht zuletzt wer aus dem Ausland sich von den Zuständen im größten Freiluftgefängnis der Erde ein Bild machen darf. Aber diese Willkür wird künftig schwerer durchzusetzen sein.

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