Alles nur Zufall

Peter M. Schneider über Spas Wenkoff

  • Von Horst Matthies
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

W ie schnell man doch verkommt!« Mit diesen Worten stellt der Tenor Spas Wenkoff im Jahr 1977 seinem Freund Peter M. Schneider auf einem von Bauschutt umgebenen Parklatz im Ostberliner Neubaugebiet Lichtenberg das Auto vor, mit dem er wenige Tage später nach Bayreuth fahren wird, um dort neben der legendären Sopranistin Catarina Ligendza Wagners Tristan zu singen. Es ist das zweite Mal, dass er für diese Rolle engagiert ist, und es war ihm nahe gelegt worden, nicht wieder, wie im Jahr zuvor, mit Zelt und kakaobraunem Ost-Wartburg vorzufahren. Das schade seinem Ansehen. Man könnte meinen, er sei nicht im Geschäft. Also ein Mercedes neuester Bauart mit elektrischen Fensterhebern und all dem Schnickschnack, der nachweist, man kann es sich leisten. Dass der Tacho dieses Wagens 2008 gerade einmal 80 000 Fahrkilometer ausweist, zeugt davon, dass die Bemerkung, mit der er einst den Kauf kommentierte, kaum als reine Koketterie abgetan werden k...


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