Wo der Teufel oft die Hand im Spiel hatte

Bahnsinnige Schweizer durchlöchern das Gotthard-Massiv, um den Zugverkehr zu beschleunigen

  • Von Gabi Kotlenko
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.
Aufstieg zu den Wasserwelten in Göschenen

Wenn das nicht mit dem Teufel zugeht. Schließlich hat der hier im Schweizer Kanton Uri zwischen Andermatt und Göschenen um 1220 über die Schöllenenschlucht schon einmal eine Brücke gebaut, die inzwischen zwei modernere Schwestern bekam. Einer Sage zufolge scheiterten die Urner immer wieder an der Errichtung einer Brücke. Schließlich rief einer ganz verzweifelt aus: »Do sell der Tyfel e Brigg bue!« (Da soll der Teufel eine Brücke bauen!). Kaum ausgesprochen, stand dieser da und schlug einen Pakt vor. Er würde die Brücke bauen und als Gegenleistung bekomme er die Seele desjenigen, der als erster die Brücke überquere. Gesagt, getan. Als der Teufel seinen Lohn wollte, kam jemand auf die Idee, einen Ziegenbock über die Brücke zu schicken, da der ja schließlich auch ein Lebewesen mit Seele sei. Der Teufel war sehr erzürnt, musste sich aber geschlagen geben.

Nun wiederholt sich hier oben vor den Toren Andermatts tief im Gotthardmassiv Geschic...


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