Radsatzschäden waren kein Zufall

Im Bahnsektor sind die Kontrollen bei der Entwicklung und der staatlichen Prüfung zu lasch

  • Von Erich Preuß
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Bei einem Fachgespräch Mitte der Woche in Berlin wurde erläutert, warum die Bahnsicherheit in den letzten Jahren stark gelitten hat.

Der gute Ruf der Eisenbahn als sicherstes Verkehrsmittel hat in der letzten Zeit schwer gelitten: die Entgleisung eines ICE im Juni 1998 bei Eschede, die Schäden an den Radsätzen der Neigezüge, die Entgleisung eines Diesel-ICE bei Gutenfürst im Dezember 2002 wegen einer gebrochenen Radsatzwelle, die Entgleisung des ICE-3 in Köln im Juli 2008 wegen der gleichen Ursache und schließlich die Radsatzmisere bei der Berliner S-Bahn. Hinzu kommt eine Anzahl schwerer Unfälle von Güterzügen, die der Öffentlichkeit kaum bekannt ist.

»Die Bahn hat selbst zu dem Verlust ihres Ansehens beigetragen«, so Sabine Leidig. Die verkehrspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag hatte zusammen mit Johannes Hauber, dem Betriebsratsvorsitzenden von Bombardier in Mannheim, zum »Expertengespräch Bahnsicherheit« eingeladen. Zentrales Thema dabei waren die Probleme mit den Radsätzen. Zu den wichtigsten Fachleuten auf diesem Gebiete zählt Prof. Vatroslav ...


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