Eine Gratwanderung mit glücklichem Ende

Vor 20 Jahren drohte das Aus für die BSG Empor Brandenburger Tor Berlin – doch Totgesagte leben bekanntlich länger

  • Von Jürgen Holz
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.
Das neue Domizil von EBT Berlin: In der großen Halle im Sportzentrum Samariterstraße trainiert der 71-jährige Hans Abraham (oben), der erste DDR-Meister im Badminton-Doppel, den Nachwuchs des Vereins.

ND schrieb am 8. Juni 1990: »Seit gestern gibt es de jure keinen Betriebssport mehr in unserem Land.« »Nein«, sagt Achim Kosubek im Rückblick, »das konnte doch keinen überraschen, was in der Wendephase im Sport an der Basis über uns hereingebrochen ist. Wo massenhaft volkseigene Betriebe unter den Hammer gerieten und abgewickelt wurden, hieß die Rettung: Hilf dir selbst!«

Achim Kosubek ist 69 Jahre und damals wie heute Vereinsvorsitzender der BSG Empor Brandenburger Tor Berlin. »Seit dem 1. November 1959 bin ich bei der 1952 gegründeten BSG«, erzählt er. »Über 50 Jahre, und seit 1978 bin ich Vereinschef. Ich bereue das keinen Augenblick.«

Heute nennt sich der Verein SG Empor Brandenburger Tor. »Als wir am 1. Januar 1991 die Nachfolge der BSG EBT antraten, war das nicht bloß eine Umbenennung wegen des inzwischen abhanden gekommenen Status als BSG. Es war eine richtige neue Vereinsgründung, mit allem, was dazugehört. Alle Mitglieder wurd...


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