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Krieg gegen die Sehnsuchtsschwachen

Erst in Moskau, nun bei den Wiener Festwochen: Frank Castorfs »Nach Moskau! Nach Moskau!«

  • Von Kerstin Decker
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Geben wir es ruhig zu, zuletzt haben wir uns vor jeder Castorf-Premiere gefürchtet. Wie der neu aufgetakelte alte Tanker Volksbühne da mit »Ozean« schon im Hafen kenterte. Keine Überlebenden. Das war im Herbst. Und erinnert sich noch jemand an die Volksbühnen-»Agora« vor einem Jahr? Nein, lieber nicht.

Und wir geben auch zu, nur noch eine Rettung für die Volksbühne gesehen zu haben: Wenn sie ihren müden Kapitän endlich auf einer einsamen Insel aussetzen würde. – Alles nicht mehr nötig! Das Wunder ist geschehen, spätestens jetzt in Wien, wenn nicht schon im Mai in Moskau.

Mit Tschechow 2010 ist Frank Castorf wieder eingefallen, wer er mal war. Mehr noch: Er muss sogar wieder Regie geführt haben. Nichts mehr übrig vom Fahrigen, Planlosen seiner letzten – nein, das Wort »Arbeiten« passt nun wirklich nicht – seiner letzten Bühnenbestückungen mit Menschen und Material. Vielleicht hat er wirklich alles Tschechow zu verdanke...


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