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Visionär

Kevin Coster hilft dem Konzern BP mit Maschinen gegen die Ölpest im Golf von Mexiko

  • Von Marion Pietrzok
  • Lesedauer: 2 Min.

»Der mit dem Wasser tanzt« hatte man Kevin Costner in Anspielung auf seinen siebenfach Oscar-gekrönten Western »Der mit dem Wolf tanzt« (1990) hämisch genannt: Sein zig-Millionen-Projekt »Waterworld« (1995), ein Science-Fiction-Film über eine moderne Sintflut, war baden gegangen. Angenommener Ausgangspunkt für das nasse Spektakel war eine gigantische Umweltkatastrophe, durch die fast die ganze Welt vom Meer bedeckt war. Aber jetzt, nach der Explosion der »Deepwater Horizon«: Mit dem realen Trauerspiel im Golf von Mexiko, dessen Folgen wohl noch längst nicht in ihrem ganzen Ausmaß erfasst wurden, scheint die Unheilsvision aus der Utopie in die Wirklichkeit gestiegen zu sein. Und Hollywood-Schauspieler, Regisseur, Produzent und Musiker Costner kann nun das einstige Schmähetikett umdrehen: in anerkennendes »Der mit dem Öl kämpft«. Denn als Unternehmer, der Millionen in die Erforschung alternativer Energien und Umweltverfahren investiert hat, bot er dem Öl-Konzern BP als einer von 80 000 Ratschlag-Gebern die vermutlich rettende Idee, und die »Hardware« gleich dazu: Zentrifugen, die Wasser von Öl trennen.

Der 55-jährige Kalifornier, der von seinem Haus aus auf sieben Bohrplattformen blickt und der doch das Landleben auf seiner Ranch mit Fluss und zwei Seen in Aspen, Colorado, über alles liebt, hat seit dem Unfall des Öltankers Exxon-Valdez vor Alaska 1989 als Geschäftsmann den Blick aus seinen wasserblauen Augen auf Technologien für den Naturschutz geworfen. Costner, der Retter. Eine Rolle, die ihm liegt. Er sagt von sich, dass er schon manches Leben gerettet habe. Weil er genau beobachte, ein Gespür für Gefahr habe und verantwortungsbewusst sei. Dass ihm und seinen Leuten die simple Zentrifuge eingefallen ist – ob er da nicht schon als Kind zu Hause bei den Küchengeräten gut aufgepasst hat? Der Vater war Elektriker, die Mutter Hausfrau.

Der noch immer sportliche einstige Frauenschwarm, der attitüdenlos bescheiden auftritt, ist nicht nur Kanu-Fahrer und Golfer, sondern auch Fußballfan (seit den 1990er Jahren Anhänger des Londoner FC Arsenal). Anzunehmen, dass er – so ernst ihm das Öl-Desaster ist – durchaus die Fußball-WM in Südafrika verfolgt.

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