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Mexiko schockt Frankreich

Nach der 0:2-Pleite steht der Vize-Weltmeister vor dem Aus

  • Von Hubert Kahl, dpa
  • Lesedauer: 3 Min.

Riesen-Desaster für die Grande Nation: Wie vor acht Jahren droht der französischen Fußball-Nationalmannschaft auch bei der WM in Südafrika das blamable Vorrundenaus. Der Vize-Weltmeister von 2006 verlor am Donnerstagabend sein zweites Spiel gegen starke und mutige Mexikaner verdient mit 0:2 und steht beim »Finale« der Gruppe A am Dienstag gegen Südafrika vor dem Abschied. Vor 35 370 Zuschauern im Peter-Mokaba-Stadion von Polokwane trafen Javier Hernandez (64. Minute) und Cuauhtemoc Blanco per Foulstrafstoß (79.) für die Mexikaner, die nun zum fünften Mal in Serie Kurs auf das Achtelfinale einer WM-Endrunde nehmen.

Die Mannschaft von Trainer Javier Aguirre hat nach dem historischen ersten Sieg gegen Frankreich im siebten Länderspiel ebenso wie Uruguay vier Punkte auf dem Konto – ein Remis würde beiden Teams am Dienstag im direkten Duell zum Sprung ins Achtelfinale reichen. Die Equipe Tricolore müsste dagegen nach der Vorrunde die Koffer packen.

Obwohl beide Trainer mit dem Auftaktspiel überhaupt nicht zufrieden waren, nahmen sie jeweils nur eine Veränderung vor: Bei den Franzosen rückte Florent Malouda für Supertechniker Yohann Gourcuff in die Startelf; bei Mexiko bekam Hector Moreno für Paul Aguilar das Vertrauen. Abtasten war diesmal nicht angesagt, verlieren verboten, gewinnen Pflicht: Nach exakt zwei Minuten krachte ein Schrägschuss von Giovani dos Santos an den Innenpfosten – Hugo Lloris im Tor des Vize-Weltmeisters hätte keine Chance gehabt.

Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt konnte die Fans nur das Spiel der Mexikaner erwärmen: Der Außenseiter war »heißer«, machte mehr Druck, Favorit Frankreich hielt nur dagegen. Nach einer flotten Freistoßkombination der »Bleus« segelte die Flanke von Franck Ribery aber an Freund und Feind vorbei (13.). Erst kurz vor der Pause prüfte Nicolas Anelka Mexikos Keeper Oscar Perez. Trainer Raymond Domenech reagierte auf die Sturmflaute und brachte nach der Pause – nicht Thierry Henry. Für Anelka kam André-Pierre Gignac.

Das änderte nichts, oft war der Weltmeister von 1998 an der Strafraumgrenze mit seinem Latein am Ende. Antreiber Ribéry sorgte vorn viel zu selten für Unruhe, Gefahr ging nur von Mexiko aus: Gleich sechs gute Chancen hatte die Mannschaft von Trainer Javier Aguirre schon in der ersten halben Stunde.

Die Mexikaner wirkten über 90 Minuten bissiger, zweikampfstärker und lauffreudiger. Die Abwehr stand sicher und auch das einziges Manko der Mittelamerikaner war nach dem Tor von Hernandez vergessen: Die von Aguirre schon nach dem Eröffnungsspiel gegen Südafrika (1:1) heftig kritisierte Abschlussschwäche.

Frankreich: Lloris - Sagna, Gallas, Abidal, Evra - Toulalan, Diaby - Govou (69. Valbuena), Ribéry, Malouda - Anelka (46. Gignac).

Mexiko: Perez - Osorio, Moreno, Rodriguez, Salcido - Juarez (55. Hernandez), Marquez, Torrado - Dos Santos, Franco (62. Blanco), Vela (32. Barrera).

Tore: 0:1 Hernandez (64.), 0:2 Blanco (79. Foulelfmeter). Schiedsrichter: Al-Ghamdi (Saudi-Arabien). Zuschauer: 35 370.

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