»Konturen eines Post-Kapitalismus«

Am Wochenende will sich die Linkspartei auf einer Konferenz über die Krise und deren Bewältigung verständigen

Nach jahrzehntelangem Einsatz für die Gewerkschaftslinke und sozialistische Politik in der Bundesrepublik ist Joachim Bischoff inzwischen Hamburger Abgeordneter der Partei Die Linke. Er gehört zu den Vorbereitern der Konferenz »Sozialistische Politik gegen die Finanzmarktkrise«, die die Rosa-Luxemburg-Stiftung am Wochenende ausrichtet. Velten Schäfer sprach mit ihm über Sozialismus, Kommunismus, Krise und Hegemonie.

Krisenberater?!

ND: Herr Bischoff, am Wochenende werden in Berlin Sozialismus und Kommunismus einander ausschließen: Zeitgleich mit der Konferenz der Luxemburg-Stiftung zu »sozialistischer Politik« gegen die Krise findet in der Volksbühne ein künstlerisch-philosophischer Kongress zur »Idee des Kommunismus« statt.
Bischoff: Solche Überschneidungen sind auch bei moderner Kommunikation nicht zu vermeiden...

... was doch für etwas spricht. Hier werden überwiegend ältere Leute aus dem Umfeld oder von der Spitze der Linkspartei sitzen, dort eine meist junge Kultur-Linke. Scheinbar ohne Verbindung.
Die Zugänge zu beiden Diskussionen und zu den Kreisen, die sie führen, sind tatsächlich recht unterschiedlich. An der Volksbühne wird mit Referenten wie Slavoj Zizek oder Alain Badiou ein philosophisch-künstlerischer Diskurs verfolgt. Am Franz-Mehring-Platz wird es konkret um politische Interventionen gehen. Auch Badiou würde anders diskutieren, wenn es in Frankr...


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