Geharnischt und unromantisch

Das Deutsche Historische Museum dokumentiert die Geschichte von Rittertum und Burgen

  • Von Sigrid Hoff, epd
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.
Zweikampf, frühes 16. Jahrhundert (Montage)

Zwei Ritter in Rüstung ringen miteinander, der eine liegt bereits am Boden, der andere bedroht ihn mit einem Streithammer – die Kampfszene gleich zu Beginn ist ein starker Auftakt für die jüngste Ausstellung des Deutschen Historischen Museums (DHM) in Berlin. Unter dem Titel »Burg und Herrschaft« dokumentieren ihre rund 650 Exponate die Geschichte von der Entstehung adliger Herrschaft und den ersten Burgen im 6. Jahrhundert bis zur Herausbildung einer Zentralgewalt mit Fürstenstaaten an der Schwelle zur Neuzeit.

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg, das parallel die Ausstellung »Mythos Burg« präsentiert. Während dort der kunst- und kulturhistorische Aspekt überwiegt, konzentriert sich das DHM auf die Herrschaftsgeschichte. »Burgen sind in der Hauptsache Verteidigungsarchitekturen, aber sie bündelten zugleich Verwaltungsfunktionen und Herrschaftsrechte«, erläutert Kurator Sven L...


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