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Die Euphorie ist neu entfacht

Spanier hoffen nach 1:0-Erfolg gegen Nachbarn Portugal wieder auf ihre Titelstürmer

  • Von Marco Mader, SID
  • Lesedauer: 2 Min.

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Der Chefkritiker ist verstummt. Nach dem beeindruckenden Auftritt Spaniens beim 1:0-Sieg im WM-Achtelfinale gegen Portugal will die »Rote Furie« auch Paraguay in Angst und Schrecken versetzen – und erstmals seit 60 Jahren wieder in die Top Vier des Weltfußballs vorstoßen.

»Wir können den Weg bis zum Ende gehen«, sagte Siegtorschütze David Villa, und Trainer Vicente Del Bosque will jetzt »Geschichte schreiben. Die Jungs sind bereit dafür.« Schließlich wartet im Viertelfinale am Samstag mit Paraguay eine lösbare Aufgabe.

Gegen Portugal hat der Europameister mit einer Demonstration seiner Klasse genau zwei Jahre nach dem Triumph von Wien die mitunter dürftigen Auftritte der Vorrunde vergessen lassen. »Was ich in der zweiten Hälfte gesehen habe, das war Spanien«, sagte der EM-Trainer und aktuelle Dauernörgler Luis Aragones. Das Sportblatt »Marca« titelte begeistert: »Das ist mein Spanien!«

Die Portugiesen müssen sich im Green-Point-Stadion in Kapstadt wie die Deutschen 2008 gefühlt haben. Beide Mannschaften haben nicht schlecht gespielt. Doch beide mussten die totale Überlegenheit der Seleccion anerkennen. Auch Portugals Star Cristiano Ronaldo, der in der Niederlage keine Größe bewies. Beim Abgang spuckte er mit grimmiger Miene vor eine Fernsehkamera.

Um ihn herum hüpften die Spanier, die mit dem Sieg in der Heimat wieder die EURO-Euphorie entfacht haben. Bis zu 82,1 Prozent der TV-Zuschauer sahen die Ballstafetten der überragenden Xavi und Andres Iniesta, auf den Straßen tanzten Tausende.

Die Hoffnung hat vor allem einen Namen: David Villa. Mit seinem vierten Turniertor (63.) schoss er sich an die Spitze der Torjägerliste – und Spanien zum sechsten Mal unter die besten acht Teams der Welt. Marca fand »El Guaje« (den Jungen) »außerirdisch«, sein Hieb in der Vorrunde gegen Emilio Izaguirre aus Honduras ist vergessen.

Villa soll Spanien zum Titel führen und auf dem Weg dahin wie 2008 die Torjägerkrone gewinnen. »Es geht nur um die Mannschaft«, sagte er artig: »Wir müssen ruhig bleiben, denn gegen Paraguay wird es viel schwieriger als gegen Portugal.«

Spanien: Casillas - Ramos, Pique, Puyol, Capdevila - Busquets - Xavi, Alonso (90.+3 Marchena) - Iniesta, Villa (88. Pedro) - Torres (59. Llorente).

Portugal: Eduardo - Costa, Carvalho, Alves, Coentrao - Pepe (72. Mendes) - Tiago, Mereiles - Simao, Ronaldo - Almeida (58. Danny).

Tor: 1:0 Villa (63.). Rot: Costa (89., Tätlichkeit). Schiedsrichter: Baldassi (Argentinien). Zuschauer: 62 955.

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