Zwischen Satire und Tragik

Schloss Hohenschönhausen zeigt Karikaturen von Harald Kretzschmar

  • Von Volkmar Draeger
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Klatschmohn umwächst friedlich freundlich das in Restaurierung befindliche Gutshaus Hohenschönhausen, wie es vor hohen Neubauten ziemlich verloren wirkt. Vermutlich nach 1650 wurde es gebaut, seit 1998 bemüht sich ein Förderverein um die denkmalgerechte Erhaltung. Dem längst nicht mehr dörflichen Hohenschönhausen soll so ein vielfältig einsetzbares »Bürgerschloss« erwachsen. Schon kann im sanierten Obergeschoss ganzjährig Theater gespielt werden, derzeit lädt eine Ausstellung ein.

In drei Räumen hat Harald Kretzschmar »Auf den Punkt gebracht«, was ihm an deutsch-deutscher Befindlichkeit seit 1988 aufgestoßen ist. Wie eine Geschichtslektion der stark sarkastischen Art erlebt man, was in über 30 teils doppelt bestückten Rahmen Kretzschmars spitze Feder gejuckt hat. Das lässt den eng auch dem ND verbundenen Karikaturisten im studierten Grafiker bis heute nicht zur Ruhe kommen. Unvergesslich sind seine Porträtkarikaturen etwa für den »Eule...

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