Werbung

Arbeitsmarkt auf gutem Weg

Bundesagentur erwartet weniger als drei Millionen Erwerbslose

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Nürnberg (AFP/ND). Dank anziehender Konjunktur entwickelt sich die Lage am Arbeitsmarkt weiter besser als erwartet. Bereits im Juli könnte die Zahl der Jobsuchenden in Deutschland unter die Dreimillionenmarke sinken, sagte der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, am Mittwoch. Im Juni waren 3,153 Millionen Menschen arbeitslos, 88 000 weniger als im Mai. Die Arbeitslosigkeit lag damit auf dem niedrigsten Stand in einem Juni seit 1992. Zuletzt gab es im November 1992 unter drei Millionen Arbeitslose. Weise erwartet auch, dass die Arbeitslosenzahl im Jahresdurchschnitt unter den erwarteten 3,4 Millionen liegen wird. Dennoch warnte er vor zu viel Optimismus. »Die Lage ist tatsächlich besser als befürchtet, sie ist aber noch unsicher.« So gebe es für die wirtschaftliche Entwicklung mit Blick auf 2011 erhebliche Risiken.

Hauptgrund für die günstige Entwicklung im Juni war neben der Frühjahrsbelebung die wirtschaftliche Erholung. Gegenüber Juni 2009 verringerte sich die Zahl der Jobsuchenden um 257 000. Die Arbeitslosenquote lag bei 7,5 Prozent (Mai: 7,7). Auch saisonbereinigt sank die Arbeitslosigkeit, um 27 000. Ein positiver Effekt ist laut Arbeitsmarktexperten der Anstieg von Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. So stieg die Erwerbstätigkeit nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes von April auf Mai um 164 000 auf 40,28 Millionen. Dies waren 67 000 mehr als 2009. Nach einer BA-Hochrechung lag die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im April bei 27,5 Millionen, was eine Zunahme um 118 000 gegenüber 2009 bedeutet. Allerdings stieg nur die Zahl der Teilzeitbeschäftigung, Vollzeitbeschäftigungen nahmen weiter ab.

Während die Regierung sich optimistisch zeigte, kritisierte die Opposition das verabschiedete Sparpaket. Die Arbeitsmarktexpertin der Linksfraktion im Bundestag, Sabine Zimmermann, erklärte, die günstige Entwicklung rechtfertige keine Einsparungen. Vielmehr gefährde das Sparpaket eine nachhaltige Erholung.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen