»Sprechverbote sind Quatsch«

»taz«-Debatte zu Israel-Kritik und Antisemitismus

  • Von Martin Lejeune
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Berliner Tageszeitung »taz« ist Ärger gewohnt, und gewohnt ist es das Blatt, mit dem Ärger öffentlich umzugehen. Anfang März hatte die Schriftstellerin Iris Hefets mit einem »taz«-Kommentar für Aufregung gesorgt. Darin hatte sie kritisiert, dass jüdische Kritiker der israelischen Politiker wie sie in Deutschland ausgegrenzt würden. Vor wenigen Tagen stellte sich das Blatt auf einer Podiumsdiskussion den Vorwürfen, die auf Hefets Artikel vor allem vom Zentralrat der Juden in Deutschland vorgebracht wurden. Das Podium war u. a. mit Stephan Kramer vom Zentralrat der Juden und dem Leiter des Fritz-Bauer-Instituts Micha Brumlik auf jüdischer Seite prominent besetzt.

Mit viel Leidenschaft führte das Podium eine Grundsatzdebatte über Israel und die Grenzen zwischen zulässiger Kritik an der Politik der israelischen Regierung und Antisemitismus. Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrates der Juden, bei dem an diesem Abend laut »taz«-Ch...

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