In der Grauzone

Edge of Arabia zeigt erstmals zeitgenössische Kunst aus Saudi-Arabien

  • Von Manuela Lintl
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.
Szene der Performance »Distorted Reality«

Das Spektakuläre ist der Kunstausstellung »Grey Borders – Grey Frontiers« nicht auf den ersten Blick anzusehen. Unter der Federführung des Kurators Rami Farook werden nach Stationen in London und Venedig nun im Berliner Soho House Skulpturen, Fotografien, Performances, Installationen, Videos und Objekte von elf Künstlerinnen und Künstlern aus Saudi-Arabien gezeigt. Der Titel spielt darauf an, dass man sich hierbei in vielerlei Hinsicht in einer Grauzone bewegt. Denn das mehr als 25 Millionen Einwohner zählende Königreich Saudi-Arabien mit Abdullah Al Saud als Staatsoberhaupt ist das flächengrößte Land der Arabischen Halbinsel, in dem eine absolute Monarchie auf religiöser Grundlage (des Islam) herrscht. Eine Kunstausstellung wie »Grey Borders – Grey Frontiers« dort zu zeigen, wäre undenkbar.

Der Schlüssel zum Verständnis des Kunstschaffens in einer traditionellen, geschlossenen Gesellschaftsform mit zahlreichen Regeln und T...


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