Durchwursteln auf dem Öko-Hof

Vielerorts in Deutschland rechnen die Bauern wegen der Hitze bereits jetzt mit großen Verlusten

  • Von Sabine Dobel, dpa
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Sonne und Hitze machen dem Getreide zu schaffen. Die Bauern klagen über immense Trockenschäden – unter anderem durch kleinere Körner.

Siegertsbrunn. Die Blätter rollen sich nach innen, die Körner sind klein, eine gelbliche Färbung unterbricht das weite Grün der Felder. Sorgenvoll blicken die Bauern auf ihr Getreide. Schon jetzt rechnen sie mit Verlusten bei der Ernte. »Es tut weh, wenn man zusehen muss, wie die Arbeit eines ganzen Jahres in einer Woche dahingeht«, sagt Getreidebauer Anton Stürzer.

Im oberbayerischen Höhenkirchen baut Stürzer auf mehr als 100 Hektar Getreide, Mais und Raps an. Dabei sieht es in Oberbayern noch vergleichsweise gut aus. In anderen Regionen, etwa in Nordbayern, sind die Trockenschäden weit größer. Und jeder Tag mit Temperaturen über 30 Grad kostet bei der Ernte pro Hektar einen Doppelzentner Getreide.

Nach einem strengen Winter folgte ein feuchtes, kaltes Frühjahr – teilweise fast noch mit Bodenfrost im Mai und Juni – dann plötzlich tropische Hitze mit über 30 Grad. Das hat den Pflanzen schwer zu schaffen gemacht. Weil es im ...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.