Ein Monster aus den Neunzigern

Um eine breite Straße zum Meer bauen zu können, lässt die Stadt Valencia den ehemaligen Fischerkiez El Cabanyal verelenden. Ihr Kalkül: Ist das Viertel erst von Drogendealern und Sozialfällen bevölkert, hat keiner mehr ein Problem damit, dass es abgerisse

  • Von Tim Zülch
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.
Schmale, zwei- bis dreistöckige Häuser prägen El Cabanyal, den einstigen Fischerkiez am Strand Valencias (Foto oben). Ricardo Ferrer, der sein Leben lang Fischer war, blickt von seinem Haus direkt aufs Meer. Nie würde er ausziehen – also hofft die Stadtverwaltung auf eine »biologische Lösung«. Fotos : Zülch

In einem etwas verwahrlosten Hinterhof drängen sich rund 30 Leute. Sie alle wohnen im Cabanyal, einem ehemaligen Fischerkiez, der direkt am Strand Valencias liegt. Eigentlich sollte gerade das wöchentliche Treffen der Nachbarschaftsinitiative »Salvem Cabanyal« beginnen, doch in einer Ecke ist über Nacht ein Schutthaufen entstanden: Steine und Mörtel sind von einer der Mauern herabgefallen. Maribel Domenech, Sprecherin der Initiative, ruft die Feuerwehr, die sich mit einer Drehleiter daran macht, die lockeren Steinbrocken auf der Mauer zu beseitigen. Das Treffen wird sicherheitshalber nach drinnen verlegt.

»Im April hat die Stadt nebenan ein Haus abreißen lassen«, sagt Maribel Domenech, während sie Stühle und Tische hereinträgt, »doch es gab Komplikationen. Deshalb haben sie einfach einen Rest stehen lassen. Die losen Steine fallen nun in unseren Hof.«

Seit fünf Jahren hält sie die Fäden der Initiative »Salvem Cabanyal« zusammen, die si...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:


Haben Sie bereits ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 1249 Wörter (7801 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.