Werbung

Homburger für Koalition abgestraft

FDP Baden-Württembergs düpiert ihre Landeschefin

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Offenburg (dpa/ND). Die FDP-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Birgit Homburger, hat beim Landesparteitag in Baden-Württemberg den Unmut über die schwarz-gelbe Koalition in Berlin zu spüren bekommen. Bei ihrer Wiederwahl zur Landesvorsitzenden in Offenburg stürzte sie auf 66,8 Prozent ab – das mit Abstand schlechteste Ergebnis für Homburger, die seit 2004 die Landespartei führt. »Ein Parteitag braucht manchmal ein Ventil«, kommentierte die 45-Jährige ihr Ergebnis acht Monate vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg. Die Südwest-FDP, die seit 1994 mit der CDU regiert, hat wie die Bundespartei mit sinkenden Umfragewerten zu kämpfen.  Direkt nach der Wahl rügte die Landeschefin, dass viele Kritiker ihren Ärger nicht in der Aussprache geäußert hatten. »Ich bin offen für jede Kritik, aber ich bin eben für offene Kritik«, rief sie den 360 Delegierten zu.

Im Gegensatz zu Homburger bedachte der Parteitag Justizminister Ulrich Goll mit einem glänzendem Resultat als Spitzenkandidat und FDP-Vize. Einhellig plädierten die Delegierten dafür, dass der 60- Jährige nach 2006 auch Zugpferd für die Wahl im März 2011 sein soll. Als Parteivize kam er auf 87,7 Prozent – das beste Ergebnis der drei Stellvertreter. Dabei war der dienstälteste Justizminister in Deutschland wegen des Besitzes von zwei Pistolen und seinem Nein zum Kauf der Daten von Steuerbetrügern zuletzt in die Kritik geraten. In der Aussprache hatten einige Parteimitglieder die Leistung der schwarz-gelben Koalition in Berlin hart kritisiert. »Wir stehen für soziale Kälte, Klientelpolitik und politische Ränkespiele«, sagte etwa Jens Hagen aus Königsfeld. Der Landeschef der Jungen Liberalen, Jens Brandenburg, monierte, dass ein langfristiges Konzept nicht sichtbar sei.  

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!