Der Betonfraß geht um

Erst vor wenigen Jahren saniert, zerbröseln vor allem im Osten viele Autobahnen

  • Von Tino Moritz, dpa
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Viel Geld ist seit 1990 in den Bau der Autobahnen im Osten geflossen. Doch freie Fahrt gibt es trotzdem nicht überall. Die Qualität des Fahrbahnbelags lässt zu wünschen übrig.    

Gera/Chemnitz. Mancher Autofahrer reibt sich verwundert die Augen: Mit Milliarden Euro wurden die Autobahnen im Osten seit 1990 auf Vordermann gebracht, und nun blinken vielerorts schon wieder die Baustellenleuchten. Autokolonnen schieben sich mit Tempo 60 oder 80 über die Piste, während nebenan der Belag abgefräst wird. Grund sind Risse im Asphalt oder Fugen-Reparaturen an der Betondecke.

Ganz normaler Verschleiß, versichern die zuständigen Behörden. Doch bei Beton-Abschnitten, die 30 Jahre halten sollten, sind auf etlichen Strecken schon nach weniger als zehn Jahren enorme Probleme aufgetreten: Schuld ist der sogenannte Betonkrebs. Dabei zersetzen Kieselsäuren in einem chemischen Prozess die Stoffe im Zement. Es entstehen Risse, die durch Frost weiter aufgesprengt werden. Die »Betonkrankheit« hat sich nach Expertenschätzung in Deutschland auf rund 350 Autobahnkilometern ausgebreitet, vor allem im Osten. Probleme gibt es besonders auf...


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