Im Schatten des Todes

Der Holocaust-Überlebende Zwi Helmut Steinitz über eine gestohlene Jugend, seine Befreiung und den Weg nach Israel

Zwi Helmut Steinitz (83) überlebte das Krakauer Ghetto, vier Konzentrationslager, musste zweimal auf Todesmarsch und wurde am 3. Mai 1945 in Schwerin befreit. Da war er noch nicht 18 und hatte sechs Jahre seiner Kindheit und Jugend im Schatten des Todes gelebt. Seine Familie wurde wegen ihrer jüdischen Abstammung von den Nationalsozialisten ausgelöscht. Bis heute besucht er oft Deutschland. Anfang 2010 war er in Schwerin, um Schülern über die Todesmärsche Auskunft zu geben. Dieses Projekt soll mit einem Dokumentarfilm fortgeführt werden. Erst kürzlich war Steinitz in Berlin, als auf dem Gelände des einstigen NS-Reichssicherheitshauptamtes die Gedenkstätte Topographie des Terrors neu eröffnet wurde. Mit dem Holocaust-Überlebenden sprach Elvira Grossert.

ND: Herr Steinitz von Ihrer Geburtsstadt, dem polnischen Poznan (Posen), nach Israel – das ist ein weiter Weg, nicht nur geographisch. Und kein freiwilliger.
Steinitz: Kurz nach der deutschen Besetzung Polens, noch im November 1939, wurde unsere Familie aus Posen nach Ostpolen vertrieben. Von dort flüchtete die Familie über Warschau nach Krakau, wo ein Bruder meiner Mutter lebte. Im April 1941 wurde das Krakauer Ghetto gegründet. Die erste Deportation in das Vernichtungslager Belzec begann am 31. Mai 1942. Meine Eltern und mein Bruder wurden am nächsten Tag, meinem 15. Geburtstag, nach Belzec verschleppt und dort ermordet.

Was geschah danach im Ghetto?
Zwei weitere Deportationen habe ich miterlebt. Bei einer dieser Aktionen wurden alle Kinder aus den Wohnungen geholt, während die Eltern arbeiteten. Das Krakauer Ghetto wurde bis März 1943 vollständig geräumt. Ich kam in das Konzentrationslager Plaszow.

Sie waren auch im Konzentrat...



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