Dieter Janke 28.07.2010 / Titel

Hungerlöhne haben Konjunktur

Der Niedriglohnsektor in Deutschland ist extrem gewachsen – besonders im Osten

Der Niedriglohnsektor in der Bundesrepublik ist extrem gewachsen. 2008 waren 6,55 Millionen Beschäftigte betroffen – 2,3 Millionen mehr als 1998. In keinem anderen Land gibt es eine solche Dynamik nach unten.

Lange Zeit war Deutschland für seine im internationalen Vergleich besonders ausgeglichene Lohnstruktur bekannt. Vor allem im letzten Jahrzehnt tut es sich dagegen mit einem überdurchschnittlichen Anstieg des Beschäftigtenanteils mit Stundenlöhnen unterhalb der Niedriglohnschwelle hervor. Jeder fünfte abhängig Beschäftigte muss von Armutslöhnen leben, wie eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen nachweist. Mehr als zwei Millionen Menschen verdienen pro Stunde weniger als sechs Euro brutto. Solche Niedriglöhne seien vor allem in Ostdeutschland weit verbreitet. Während der Anteil seit 2006 stagniere, steige die absolute Zahl der Betroffenen kontinuierlich, was am Anstieg der Beschäftigtenzahl liegt.

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