Heidi Diehl 04.08.2010 / Politik

32 Schritte bis zum sicheren Halt

Die Geyers aus Lindewerra im Eichsfeld sind die letzten Stockmacher Deutschlands

Wolfgang Geyer zeigt, wie ein Stock gerichtet wird. ND-Fotos: Heidi Diehl

Um 1900 ging in Lindewerra, einem kleinen Dörfchen im Werratal, gewissermaßen fast jede Familie am Stock. Alle lebten vom Stöckemachen. Reich wurde kaum einer davon, doch ihr Handwerk war gefragt. Ohne Stock ging kein feiner Herr auf die Straße, er gehörte genauso zum perfekten Aussehen wie Hut und Anzug. Andere, Gebrechliche, brauchten ihn im wahrsten Sinne des Wortes als Gehhilfe. Und wenn man auf Wandertour ging, gehörte ein Stock unbedingt dazu. Seit sich 1836 der Stockmacher Wilhelm Ludwig Wagner aus Eddigehausen bei Göttingen hier niedergelassen hatte, boomte das Handwerk. Das Rohmaterial lieferten die Eichenwälder rings um den Ort im Überfluss. Viele Dorfbewohner gingen bei Wagner in die Lehre, schnell wurde das Dörfchen im Eichsfeld zu einer Hochburg des europäischen Stockmacherhandwerks.

»Das ist lange her«, erzählt Wolfgang Geyer, dessen Sohn Michael der letzte noch produzierende Stockmacher in Deutschland ist. Wolfgang Geyers...

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