Schwarzer Peter macht weiter die Runde

Loveparade-Unglück: Vorwürfe von allen, Vorwürfe gegen alle Beteiligten

  • Von Marcus Meier
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Gestern tagte der Innenausschuss des Landtages in Nordrhein-Westfalen zwecks Untersuchung des Loveparade-Unglücks. Innenminister Jäger erhob schwere Vorwürfe gegen die Stadt Duisburg und den Veranstalter Lopavent. Die Stellungnahme einer Anwaltskanzlei belastet den Veranstalter und entlastet die Stadt. Die hatte das Gutachten in Auftrag gegeben.

Der Innenausschuss des Landtages – gestern erst konstituierte er sich, schon musste er sich einer Mammutaufgabe zuwenden: Er soll Licht ins Dunkel bringen, das das Loveparade-Unglück umgibt, bei dem am 24. Juli 21 Raver getötet und Hunderte verletzt wurden. Scharfe Kritik an der Stadt Duisburg und dem Loveparade-Veranstalter Lopavent GmbH übte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD). Die Stadt habe die Einhaltung der Auflagen nicht kontrolliert. Der Veranstalter, so Jäger, habe sein eigenes Sicherheitskonzept nicht eingehalten und kommerzielle Ziele zur Leitlinie seines Handelns gemacht. Weder die Stadt noch Lopavent-Chef Schaller würden bei der Aufklärung mitarbeiten, monierte Jäger. An der Ausschusssitzung nahm denn auch kein Vertreter von Stadt oder Veranstalter teil. Die Polizei nahm deren oberster Dienstherr Jäger in Schutz: Sie dürfe nicht zum »Sündenbock für die Fehler und Versäumnisse anderer« gemacht werden.

Derweil übersandt...

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