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Ente in Öl! Gestern wurden in Texas Gemälde des Disney-Zeichner Carl Barks versteigert. Höchstpreise für Donald Duck! Das war zu erwarten. Micky ist eine Maus, Donald aber ist keine Ente. Er sieht nur so aus. Das ist sein Geheimnis, er verkörpert den schönen Traum des Menschen: Der möchte doch so gerne. So kam der Möchtegern in die Welt, und eine Ente musste her, um diesem Typus jene Sympathie zu sichern, die ihm im realen Leben meist versagt bleibt. Eines der Gemälde zeigt Donald beim Sprung hinein in Onkel Dagoberts Talermilliarden. Ankunft im Reich des Scheins. Das nennt man Bewusstseins-Verenterung. Donald trägt für alle, die an der Krawatte wie an einem Strick hängen, tapfer die Matrosenmütze. Dies letztes Requisit einer Sehnsucht, die nie wahr wird. Hechel, keuch, keuch. Mag Micky Maus die lustige Erfindung eines Wunders gewesen sein, Donald Duck war die witzigere Erfindung: der Wunden, die aus einer Ente einen Pechvogel machen. Also einen Menschen. hades

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