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Erst verzichten, dann schlemmen

Hunger macht Muslime während des Ramadans besonders konsumfreudig

  • Von Nissrine Messaoudi
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der Fastenmonat Ramadan, der heute beginnt, ist im Islam eine heilige Zeit. Der neunte Monat des islamischen Kalenders dient eigentlich der Besinnung und der Mäßigung. Doch regelrechte Einkaufshysterien und extra konzipierte TV-Sendeformate machen aus dem Ramadan immer mehr ein Konsum-Event.

Seit dem Wochenende herrscht in Berlin und in anderen deutschen Städten ein großer Andrang in türkischen und arabischen Gemüseläden. Familien schieben bis zum Rand gefüllte Einkaufswagen vor sich her, die Schlangen vor den Fleischtheken nehmen Ausmaße an, als gäbe es kein Morgen. Unmengen von Datteln gehen über den Ladentisch. Der Grund für diesen Massenkonsum ist der heilige islamische Monat Ramadan, der heute beginnt.

29 oder 30 Tage lang (Berechnung nach Mondkalender) üben sich gläubige Muslime weltweit im Verzicht. Zumindest von Fajar (Sonnenaufgang) bis Maghreb (Sonnenuntergang). Es darf tagsüber weder gegessen, getrunken, geraucht, noch sexuellen Beziehungen nachgegangen werden. Die Gründe für die körperliche Enthaltung sind vielfältig. Einerseits wird der Geist gestärkt, was die Gläubigen näher an Gott bringen soll. Andererseits soll man sich damit in arme hungernde Menschen besser hineinversetzen können und deshalb mehr spenden...


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