Renzo Ruf, Pensacola 21.08.2010 / Wochennd

Ken Feinberg soll es richten

In den USA beginnt nach der Ölpest der Kampf um die Hilfsgelder

Pensacola Beach in Florida ist von der BP-Ölpest besonders stark betroffen: Obwohl die strahlend weißen Strände zum Bade im Golf von Mexiko laden, sind die Übernachtungszahlen im Touristenstädtchen eingebrochen. Nun hoffen die Bewohner auf Entschädigungszahlungen aus dem BP-Schadenersatzfonds.

Ken Feinberg ist ein unscheinbarer Mann. Kleingewachsen, Körper leicht vornübergebeugt, schütteres Haar, Brille. An diesem Sommermorgen hat sich der 64-Jährige gegen die Uniform der Anwälte, den konservativen Anzug und die Krawatte, entschieden. Stattdessen trägt Feinberg ein blaues Hemd und eine helle Sommerhose. Er gleicht damit einem Pensionär, der sich hier am Golf von Mexiko entspannen will. Doch kaum beginnt Feinberg zu sprechen, zieht er geradezu magisch die Aufmerksamkeit auf sich. Dies hat zum einen mit seinem Englisch-Akzent zu tun, den er sich als Bürger des Staates Massachusetts angeeignet hat – und der hier, im »panhandle« (Pfannenstiel) von Florida, fast schon fremdländisch klingt. Zum andern strahlt Feinberg auch eine natürliche Autorität aus, die er quasi von Amtes wegen besitzt. Denn der Jurist aus Boston soll im Auftrag von BP und Weißem Haus einen Teil der wirtschaftlichen Probleme lösen, die der britische Erdölmulti entlang der Golfküste angerichtet hat. 20 Milliarden Dollar stehen ihm dafür zur Verfügung.

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