Werbung

Aufschwünge

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Der jetzt verzeichnete Aufschwung setzt sich aus mehreren Partialaufschwüngen zusammen. Die meisten Konjunkturschübe kommen aus der Arbeitsverleihung und der Herstellung von elektronischen Fußfesseln.

Die Leiharbeit ist ein wichtiger Motor der Wirtschaft, weil die Arbeitskräfte nur bei Bedarf eingespannt werden und somit mehr Erholungsphasen erleben als Festangestellte, von denen üblicherweise eine vollständige Identifizierung mit ihrer Arbeitsstelle verlangt wird, bis hin zum Ausbrenn-Syndrom, obschon viele Menschen gern eine vollständige Identifizierung mit einer höheren Instanz wünschen, weil sie sich anderenfalls mit sich selbst identifizieren müssten.

Binnennachfrage und Kauflaune sind konstant und könnten sogar noch weiter angeregt werden, Preissteigerungen würden das Bruttoinlandsprodukt erhöhen, so dass wieder Spielraum für Steuererleichterungen entstünde, wovon alle etwas hätten. Erwähnenswert ist: Die Versorgung der Bevölkerung ist gewährleistet.

Die elektronische Fußfessel kommt zum Einsatz, weil der Europäische Gerichtshof die analoge Fußfessel für unzulässig erklärt hat. Die daran gekettete Eisenkugel war zu schwer und hat damit die Bewegungsfreiheit unzumutbar eingeschränkt.

Die elektronische Fessel kann nicht entfernt werden, ohne sie zu zerstören. Deshalb kann man davon ausgehen, das sie ein sicheres Mittel ist, den Aufenthaltsort des Trägers zu ermitteln, denn sie zu zerstören, ist verboten. Erschwerend kommt hinzu: Die Träger haben mit Vorbehalten zu kämpfen, es handele sich bei ihnen um gefährliche Kriminelle.

Etwa 25 Polizisten müssten zu ihrer Überwachung eingesetzt werden, was eine Eingliederung in die Gesellschaft, die sie hervorgebracht hat, zusätzlich erschwert. Die Polizisten werden anderswo fehlen, was für die Bevölkerung das wohlige Gefühl bedeutet, weniger überwacht zu werden. Die daraus resultierende Freiheit dürfte die Unsicherheit durch das Restrisiko ausgleichen. Freiheit wird immer dann als Wert erkannt, wenn sie durch Sicherheit in Gefahr gerät.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!