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Schufa-Eintragungen häufig falsch

Kostenlose Auskunft wird stark genutzt

Berlin (Agenturen/ND). Die seit dem 1. April 2010 kostenlose Selbstauskunft bei der Wirtschaftsauskunftei Schufa hat zu einem Anfrageansturm von Verbrauchern geführt. Seit der Einführung vor vier Monaten fragten bereits 450 000 Verbraucher ihre gespeicherten Daten ab, wie Schufa-Vorstand Dieter Steinbauer der »Welt« (Freitagsausgabe) sagte. Dieser Ansturm sei »größer, als wir erwartet hatten«. Die Zahl der Selbstauskünfte liege etwa 30 bis 40 Prozent über den Werten in der Zeit, als nur kostenpflichtige Auskünfte möglich waren.

Immer wieder sind die Einträge nach Angaben der Schufa allerdings falsch: Rund 4000 Verbraucher melden sich täglich bei der Auskunftei, rund ein Drittel davon habe »berechtigte Korrekturwünsche«, sagte Steinbauer. »Dabei geht es etwa um Konten oder Kreditkarten, die nicht mehr existieren. Diese Einträge löschen wir dann umgehend.« Die Schufa muss nach seinen Worten für den neuen Umsonstservice einen zweistelligen Millionenbetrag aufwenden.

Die Schufa sammelt Daten von Bürgern etwa zu Konten, Krediten und Telefonverträgen. Daraus errechnet die Auskunftei die Kreditwürdigkeit von Verbrauchern. Sie verfügte 2009 über mehr als 462 Millionen Informationen von rund 66 Millionen Menschen in Deutschland und ist auch im Ausland aktiv. Anteilseigner sind vor allem Banken und Sparkassen. Auch verschiedene Unternehmen sind beteiligt.

Seit dem 1. April können Verbraucher einmal pro Jahr von allen Auskunfteien – neben der Schufa sammeln beispielsweise auch noch Creditreform oder Bürgel derartige Verbraucherdaten – kostenlos Einsicht in bestimmte Schlüsseldaten verlangen. Ziel ist es auch, die bei Untersuchungen immer wieder festgestellte hohe Fehlerquote in diesen Daten zu bekämpfen.

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