Knochenjob für wenig Geld

NGG begann Tarifverhandlungen in Schlachthöfen

  • Von Dieter Hanisch, Bad Bramstedt
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

In Schleswig-Holstein begannen am Freitag Tarifverhandlungen bei einem der europaweit größten Schlachthofbetreiber. Die Branche ist von Knochenarbeit und Niedriglohn geprägt.

Die Anstellung auf dem Schlachthof ist verbunden mit körperlich harter Arbeit und bringt für die Beschäftigten allerhöchste Belastungen mit sich. Einen Flächentarif gibt es in der Branche nicht, so dass die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) immer nur Haustarife aushandeln kann. Mit Vion Food, einem der europaweit größten Schlachtkonzerne, begannen am Freitag in Bad Bramstedt Gespräche für dessen acht Standorte in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Hessen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

US-Autor Upton Sinclair beschrieb vor über 100 Jahren in seinem Romanklassiker »Der Dschungel« die Arbeit auf dem Schlachthof als wahre »Knochenmühle«: »Blickte man den Saal hinunter, sah man eine 100 Meter lange Reihe hängender Tierleiber, die sich langsam vorwärts bewegte, und alle Meter gab es einen Mann, der werkte, als hetze ihn ein Teuf...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.