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Unten links

Ein 35-Jähriger ist beim Versuch gescheitert, Grundstücke auf dem Mond zu kaufen. Wie sich zeigte, gehörte dieser den Verkäufern gar nicht. Der Traum freilich ist faszinierend: Vor dem Einschlafen noch einen Blick auf die eigene Scholle dort oben werfen, der sagenhafte Mann im Mond sieht ab und an nach dem Rechten und staubt die Marsmännchen aus Terrakotta ab. Und dank steigender Grundstückspreise wächst das Konto unaufhörlich. Doch so ist es, wenn man nicht genau hinsieht. Denn dann hätte der Geprellte bemerkt, dass einer Parzellierung des Mondes nicht zu trauen ist. Was der ältere Zeitgenosse auf nachlassende Sehkraft schieben mag, ist eine Realität: der Mond schrumpft. Langsam, aber beständig. Irgendwann wird er nicht mal mehr als Fingernagel taugen und vielleicht im Sonderangebot komplett angeboten. Dann wird drauf nicht mal mehr genug Platz sein, um die Banken zu entsorgen, die wegen windiger Immobiliengeschäfte pleite gegangen sind. uka

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