Auftakt nach Maß

Energie Cottbus startet mit einem 2:0-Erfolg über Fortuna Düsseldorf in die Zweitligasaison

  • Von Matthias Koch, Cottbus
  • Lesedauer: 2 Min.

»Auf die Knie, auf die Knie«, riefen die Fans des Fußball-Zweitligisten FC Energie Cottbus nach dem ersten Saisonspiel gegen Fortuna Düsseldorf. Das war aber keine Form der Kritik, sondern die Vorbereitung des kollektiven Jubels. Der fiel nach dem 2:0 (0:0)-Erfolg gegen die als Aufstiegskandidaten gehandelten Rheinländer riesig aus. »Entscheidend war unsere bessere Organisation in der zweiten Halbzeit«, sagte der Cottbuser Trainer Claus-Dieter Wollitz. »Im Gegensatz zur letzten Saison kann ich noch mehr Einfluss von außen nehmen.« Im Klartext: Der 45-Jährige glaubt, in der aktuellen Spielzeit einen besseren Kader zu besitzen.

Langjährige Stammspieler wie Torhüter Gerhard Tremmel sowie Stanislav Angelov, Stiven Rivic und Kapitän Ovidiu Burca zog es in die Ferne. Gegen Düsseldorf standen mit Torhüter Thorsten Kirschbaum, den Verteidigern Kolja Afriyie und Takahito Soma sowie den Mittelfeldspielern Daniel Adlung und Rok Kronaveter fünf Neuzugänge in der Startelf.

Die Treffer gingen jedoch auf das Konto zweier altgedienter Angreifer. Emil Jula köpfte kurz nach der Pause eine Eingabe des neuen Spielführers Marc-Andre Kruska ein. 15 Minuten vor dem Abpfiff bugsierte Nils Petersen eine Eingabe von Kronaveter zur Entscheidung ins Netz. Trainer Wollitz dankte nach dem Abpfiff ausdrücklich der medizinischen und physiotherapeutischen Abteilung, die die verletzten Jula und Kruska doch noch fit gemacht hatte.

Dass der Sieg aufgrund hochkarätiger Düsseldorfer Möglichkeiten durch Sandor Torghelle und Ranisav Jovanovic etwas glücklich war, interessierte unter den über 13 390 Zuschauern nicht wirklich. »Man hat gesehen, dass wir als Team auftreten. Die Neuen haben sich gut eingefügt«, meinte Energie-Verteidiger Brzenska. Die mit großen Ambitionen in die Saison gegangenen Fortunen schlichen dagegen zerknirscht vom Rasen. »Wenn man aus klaren Chancen kein Tor macht, geht man immer als Verlierer vom Platz. Dann wird es eng, etwas auf fremden Plätzen mitzunehmen«, ärgerte sich der Düsseldorfer Trainer Norbert Meier.

Die Cottbuser Mannschaft verfiel nach dem Abpfiff aber nicht in Euphorie. Am Saisonende soll ohnehin der neunte Rang vom vergangenen Jahr »nur« verbessert werden. »Es macht einfach Spaß, in Cottbus zu arbeiten, weil du freie Entscheidungen treffen kannst. Es ist einfach so, dass der Verein alles getan hat, um eine junge Mannschaft entwickeln zu können«, sagte der auch für die Transfers zuständige Wollitz. »Mit der Leidenschaft und Willensstärke sind wir in der Lage, eine gute Rolle zu spielen.«

Der Kader ist aber wohl noch nicht komplett. Bis zum Transferschluss am 31. August wird Wollitz möglicherweise noch einen Verteidiger und einen Stürmer holen.

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