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Schokolade ohne Beigeschmack

In der indonesischen Provinz Aceh wird beim Kakaoanbau auf Kinderarbeit verzichtet

  • Von Michael Lenz, Aceh
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Der Schokoladenrohstoff Kakao wird in den Plantagen tropischen Herkunftsländern oftmals unter schlimmsten Bedingungen von Kindern geerntet. Aber es gibt auch die »guten« Schokoprodukte. Die bestehen aus Schokolade, die nach den Prinzipien des fairen Handels produziert worden ist. Dazu gehört das absolute Verbot von Kinderarbeit.

Muchtar Insya ist stolz auf seine Kakaofrüchte, die das »FairTrade«-Gütesiegel tragen.

Muchtar Insya ist ein kleiner Kakaobauer in Aceh, Indonesiens islamischster Provinz. Gerade mal einen Hektar ist seine Plantage groß, die typische Größe einer Kakaoplantage in der indonesischen Provinz. Aber Insyas Kakaobohnen tragen das Gütesiegel »FairTrade«. Das heißt: Der Kakao wird organisch angebaut, der Profit geht an Muchtar Insya, statt bei Mittelsmännern hängenzubleiben, und Kinderarbeit ist tabu. Stolz führt Muchtar Insya durch seine kleine Plantage. An den Bäumen sind Kakaofrüchte in den unterschiedlichsten Zuständen zu sehen: als kleine, weiße Blüte zum Beispiel, bei deren Anblick es schwer fällt, sich vorzustellen, dass daraus in kurzer Zeit eine pralle, dickschalige, rötliche Frucht wird, deren Kerne der Rohstoff für Vollmilchschokolade, Pralinen und Trinkschokolade sind.

Muchtar Insya ist seit Ende 2005 wieder aktiv in seiner Plantage. Gleich nach dem Friedensabkommen zwischen der »Bewegung Freies Aceh« (GAM) und der in...


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