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Hamburger Kampfansage an Kiel

Zum Saisonauftakt sichert sich der HSV mit einem 27:26-Erfolg gegen den Meister den Supercup

  • Von Thomas Libiz, dpa
  • Lesedauer: 2 Min.

Das erste Aufeinandertreffen gegen Rekordmeister THW Kiel hat Herausforderer HSV Hamburg für sich entschieden und viel Selbstvertrauen für die neue Handballsaison getankt. »Der Supercup-Erfolg ist gut für die Moral. Wir haben gesehen: Der THW ist schlagbar«, sagte HSV-Torhüter Johannes Bitter nach dem 27:26-Erfolg am Dienstagabend in München. Nach dem ersten Titel der neuen Spielzeit wollen die Hanseaten die Vorherrschaft des Rekordchampions endlich beenden. Im Juni hatte der THW zum sechsten Mal in Serie die Meisterschaft errungen.

»Ein Titel ist ein Titel, darüber freuen wir uns. Doch am Ende einer Saison zu feiern, ist noch viel schöner als jetzt am Anfang«, sagte Bitter. Bereits 2009 hatte der HSV gegen den Seriensieger von der Förde mit 35:28 den Supercup gewonnen, musste beim Saisonfinale aber zuschauen, wie der THW die Champions-League- und Meister-Trophäe in den Himmel reckte. »Wir waren in München klar die bessere Mannschaft und haben verdient gewonnen«, bilanzierte HSV-Präsident Andreas Rudolph, »doch dafür können wir uns nichts kaufen«. Am Sonnabend startet der Supercup-Sieger 2010 aus Hamburg bei Frisch Auf Göppingen in die Ligasaison. »Wir sind bereit«, kündigte HSV-Rechtsaußen Hans Lindberg an.

Die unterlegenen Kieler gaben sich trotz der Niederlage unverdrossen: »Wir müssen das Spiel so schnell wie möglich abhaken, am Sonntag geht es für uns los«, sagte THW-Geschäftsführer Uli Derad vor dem Auftakt gegen Aufsteiger TSG Friesenheim. »Es wird nach diesem Spiel keine Panik oder gar eine Krisensitzung geben«, pflichtete ihm Rückraumschütze Filip Jicha bei. Der Tscheche betonte, der Supercup sei lediglich das abschließende Spiel der Saisonvorbereitung gewesen – »mehr nicht.«

Hamburg präsentierte sich im ersten Kräftemessen als homogenes Team, spielstark und kämpferisch. Das große Plus des HSV: Der Klub hat keinen personellen Abgang zu verzeichnen. Trainer Martin Schwalb freute sich über ein eingespieltes Team und konnte im deutschen Nationalspieler Michael Kraus einen spielstarken Neuzugang präsentieren. »Es ist immer schön, gegen den THW Kiel zu gewinnen«, meinte Kraus nach seinem ersten Pflichtspiel für den HSV und Rückraumspieler Blazenko Lackovic betonte: »Wir haben in München gezeigt, dass wir in dieser Saison um Champions League, Meisterschaft und DHB-Pokal mitspielen können.«

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