Streit um neues Buch Thilo Sarrazins geht weiter

Forderungen nach SPD-Rauswurf und Amtsrücktritt werden lauter

  • Von Ina Beyer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Eine bessere Reklame hätte sich Thilo Sarrazin für sein neues Buch wohl nicht wünschen können. Die Empörung über die neuesten rassistischen Auswüchse des SPD-Politikers darin reißen wenige Tage vor Erscheinen nicht ab. Rufe nach Rücktritt von seinem Posten als Bundesbank-Vorstand und nach SPD-Austritt werden lauter.

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) spricht von den »unerträglichen und wirren« Thesen des Thilo Sarrazin, Bundesbildungsministerin Anette Schavan (CDU) teilt dessen Meinung überhaupt nicht und Parteikollege und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sagt gar: »Ich würde mich schämen, wenn ein Mitglied meiner Partei« solche Äußerungen von sich gäbe. Aber tun das denn nicht gleich mehrere seiner Kollegen?

Die »Kinder statt Inder«-Hetze von Nordrhein-Westfalens Ex-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers oder die Kampagne gegen die doppelte Staatsbürgerschaft von Noch-Amtskollege Roland Koch in Hessen sind nur zwei der herausragendsten Beispiele der christkonservativen Scharfmacherei, die die nicht enden wollende Integrationsdebatte von Anfang an begleitet haben.

Die SPD möchte den Spitzenbanker nun gerne loswerden. Dort ist er vor allem ein Imageschaden geworden. Aber auch bei den Sozialdemokraten hat es Leute w...


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